Die Sonne scheint vom blauen Himmel, man hört das Lachen von fröhlichen Kinderstimmen. Es sind die Kinder vom Röttbacher Kindergarten, die sich dort am Waldrand zum Frühstück niedergelassen haben. Alle sind schon ganz aufgeregt, denn heute ist Waldtag und gleich nach dem Frühstück treffen sie den Förster Herrn Wobschall. Mit diesem wollen sie, wie auch in den letzten Jahren, in den Wald gehen, um dort viele neue Bäume zu pflanzen. Denn der Wald hat ein großes Problem, gibt es dort doch immer mehr Baumarten, die durch anhaltende Trockenheit oder Schädlingsbefall am Absterben. Deshalb, so hatte ihnen der Förster bereits im letzten Jahr erklärt, ist es sehr wichtig, neue Bäume zu pflanzen, die mit dem jetzigen Klima besser klarkommen.
Gesagt, getan – nach dem Frühstück setzten die Kinder ihre Täschchen wieder auf den Rücken und los ging es in den Wald, wo Herr Wobschall die Kinder bereits erwartete. Heute, so erfuhren sie, wird der Speierling gepflanzt, ein Baum dem die zunehmenden Trockenheit nicht so viel ausmacht und der sich darum sehr gut für die Röttbacher Wälder eignet. Immer zu zweit machten sich die Kinder ans Werk und setzten so Bäumchen für Bäumchen in die vorgegrabenen Löcher. Dann noch etwas Erde mit dem Spaten drum herum, damit die kleinen Bäume sich auch wohl fühlen und schnell wachsen können. Aber warum werden denn die Bäume nach dem Einpflanzen noch mit einer Art Plastikröhre versehen? Auch auf diese Frage hatte der Förster eine Antwort. Leider so erzählte er den Kindern, haben auch die Rehe des Waldes die jungen, kleinen Bäumchen sehr gerne, nämlich zum Fressen gerne. Aus diesem Grund werden die jungen Bäumchen geschützt, denn natürlich sollen möglichst viele von ihnen groß und stark werden.
Gegen Mittag machten sich die Kinder dann wieder auf den Weg zurück zum Kindergarten und wer sprang ihnen am Waldrand doch tatsächlich über den Weg? Ein flinker Hase! Wer weiß, vielleicht war das ja auch schon der Osterhase…

